Vor einem Jahr schrieb ich
DAS. Dazwischen liegt ein ganzes Jahr volle Höhen und Tiefen und einer Menge sehr überraschender Wendungen. Trotzdem hat sich an meiner Einstellung zu diesem Thema kaum etwas geändert.
Die Sucht nach Perfektion ist immer noch allgegenwärtig und bisweilen bedrückend in dem Sinne, dass so viele einzigartige Facetten des Lebens in seiner Gesamtheit auf der Strecke bleiben, so viele Menschen sich gezwungen sehen, mit dem Strom zu schwimmen, wo doch ein eigener Stil, ein eigener Weg so viel lebenswerter und interessanter ist.
In der letzten Ausgabe des "Zeit Campus" Magazins, war ein Artikel über den Zwang, den perfekten Lebenslauf vorweisen zu können.
Nun, mein Lebenslauf ist keine Römerstraße, aber dafür kann ich mit Fug und Recht behaupten, ich habe ein
Leben, in dem vieles Platz hat. Auch das Unvollkommene. Darauf bin ich stolz.
Und auch darauf, dass ich mit meiner 20jährigen Schwester und ihren Freunden feiern gehen kann ohne schräg angesehen zu werden und trotzdem das fünfte Jobangebot in 4 Wochen zu bekommen ohne dass ich mich irgendwo beworben hätte.
Bunt ist das Dasein und granatenstark...wir erinnern uns?
Ich habe nicht vor, heute in einem Jahr anders darüber zu denken.